Gaps sind Kurslücken, die durch Nachrichten oder markante Marktbewegungen entstehen. Sie bieten Chancen, können aber auch Risiken mit sich bringen. Wir schauen uns die Ursachen von Gaps, die besten Strategien für den Handel mit Gap-Schließungen und Fehler an, die Trader vermeiden sollten.
Gaps im Trading: Definition, Ursachen und Beispiele
Gaps sind Kurslücken, die entstehen, wenn zwischen zwei Handelsperioden kein Handel stattfindet. Der Eröffnungskurs weicht dann vom Schlusskurs der vorherigen Periode ab.
Ein bekanntes Beispiel: Als Donald Trump Zollerhöhungen ankündigte, führte das am Montag zu einem plötzlichen Kursrückgang.
Hauptursachen für Gaps
Ursache | Beschreibung |
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Nachrichten | Politische Entscheidungen, Wirtschaftsdaten oder Unternehmensberichte lösen starke Kursbewegungen aus. |
Interbankenhandel | Besonders im Forex-Markt entstehen Gaps durch den Handel am Wochenende. |
Markteröffnungen | Neue Orders zum Börsenstart führen zu plötzlichen Kursänderungen. |
Diese plötzlichen Bewegungen sorgen oft für emotionale Reaktionen und können zu impulsiven Entscheidungen führen.

Gap-Trading-Strategien: So lassen sich Gaps handeln
Die Wahl der richtigen Strategie bestimmt, ob ein Gap zur Chance oder zum Risiko wird. Diese Methoden helfen, Gaps gezielt zu handeln.
1. Gaps erkennen und handeln
❌ Fehler: Sofortiger Einstieg ohne Analyse
✅ Besser: Erst den Markt beobachten, dann entscheiden
Viele Trader reagieren impulsiv, wenn ein Gap auftritt. Der erste Schritt ist jedoch, den Markt zu analysieren:
Wichtige Fragen | Warum entscheidend? |
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Handelt es sich um ein normales oder extremes Gap? | Große Gaps haben oft stärkere Nachwirkungen. |
Wurde das Gap durch Nachrichten oder Marktdynamik verursacht? | Fundamentale Ursachen beeinflussen das Gap-Verhalten. |
Wie hat sich der Markt nach ähnlichen Gaps verhalten? | Statistische Muster helfen bei der Entscheidungsfindung. |
Ein strukturierter Ansatz statt hektischer Trades sorgt für bessere Ergebnisse.
2. Gap-Schließung: Wann und warum Gaps geschlossen werden
Ein Gap schließt sich oft mit der Zeit. Trader sollten die Oberkante des Gaps als Kursziel setzen. Visuelle Gaps bieten häufig bessere Chancen für das Risiko-Rendite-Verhältnis.
3. Chartmuster für die Gap Bestimmung
Um das Gap-Trading zu optimieren, sollten Trader Chartmuster wie inverse Kopf-Schulter-Formationen oder doppelte Böden berücksichtigen. Diese Muster helfen, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg zu finden.
4. Stop-Loss-Strategien für Gap Trading
Die Festlegung von Stop-Loss-Orders minimiert das Risiko. Trader setzen diese unter die letzten Tiefs, um Verluste zu begrenzen, während sie auf eine mögliche Gap-Schließung warten.
Typische Fehler beim Gap-Trading
Gaps bieten Chancen, sind jedoch auch risikobehaftet. Häufige Fehler:
- Impulsives Handeln: Sofortiges Handeln ohne Marktanalyse.
- Unzureichende Planung: Ein klarer Plan ist entscheidend.
- Fehlende Risikokontrolle: Stop-Loss-Orders sollten immer gesetzt werden, um Verluste zu begrenzen.
Wann lohnt sich der Einstieg?
Der beste Einstiegspunkt ist, wenn der Markt Stabilität zeigt und keine neuen Tiefs mehr erreicht. Trader sollten warten, bis sich der Markt nach dem Gap stabilisiert, bevor sie eine Position eingehen. Ein klarer Kopf zu Beginn der Woche kann oft helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wichtige Hinweise zu Anlageinformationen und Risiken
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Die vorgestellten Analysen, Techniken und Methoden dienen lediglich zu Informationszwecken und stellen keine individuelle Anlageempfehlung oder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar, sondern spiegeln lediglich die Meinung des Autors wider. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden und können zu erheblichen Verlusten des investierten Kapitals führen, zusätzlich zu den Renditen. Wenn das Wertpapier in einer anderen Währung als dem Euro gekauft wird, kann der Investor auch Wechselkursrisiken ausgesetzt sein.
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Markus ist aktuell bei Trive Financial Services für das europäische Partnergeschäft zuständig und betreut zusätzlich einen deutschsprachigen Finanzblog, auf dem er praxisnahe Tipps und spannende Einblicke aus seiner beruflichen Laufbahn teilt. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Finanz- und Brokerage-Branche hat er seine Leidenschaft für das Trading während seines BWL-Studiums in Frankfurt entdeckt. Durch öffentliche Auftritte bei DAF und N24 sowie Beiträge in führenden Printmedien wie FAZ, Handelsblatt und Manager Magazin strebt er danach, das komplexe Thema Trading für ein breites Publikum greifbar und verständlich zu gestalten.