WTI verliert um 4 %

Autor/in: Nkosilathi Dube, Trive Financial Marketanalyst

In der komplizierten Dynamik der globalen Märkte steht der WTI-Crude-Oil-Futures (NYMEX: CL) im Rampenlicht, da er in dieser Woche einen bemerkenswerten Rückgang von 4 % verzeichnete. Dieser Abschwung enthüllt eine überzeugende Geschichte, die sich von der siebenwöchigen Aufwärtsspirale, die zuvor zu beobachten war, unterscheidet. Eine interessante Frage tut sich auf: Welche Faktoren drücken den Ölpreis nach unten? 

Der Auslöser scheint in den schwächeren Wirtschaftsindikatoren aus China zu liegen, einem der wichtigsten Akteure der Weltwirtschaft. Die schwachen Daten, die auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hindeuten, haben einen Schatten auf die Aussichten für die Rohölnachfrage geworfen und spiegeln die Auswirkungen der Schwäche der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wider. Da wichtige Indikatoren wie Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und Anlageinvestitionen im Juli rückläufig waren, wurde der Anstieg der Rohölfutures gebremst. 

Darüber hinaus veranlasste die Anziehungskraft positiver US-Wirtschaftsdaten, die durch einen unerwarteten Anstieg der Einzelhandelsumsätze und einen aggressiven Unterton im FOMC-Protokoll der Federal Reserve unterstützt wurden, Trader dazu, sich sicheren Anlagen zuzuwenden, was den USD auf ein Zweimonatshoch trieb. 

Technische Analyse

Der WTI-Crude-Oil-Futures machte einen Schritt zurück und verzeichneten einen dreitägigen Rückgang, der viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Dieser Rückzug lieferte ein überzeugendes Bild, da er unter den kritischen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt fiel, was eine wichtige Bestätigung des dominierenden Abwärtstrends darstellt. 

Ein bemerkenswerter Meilenstein wurde erreicht, als die Rohölfutures erneut ein Zehn-Tage-Tief erreichten und auf dem Unterstützungsniveau von 79,05 USD pro Barrel Fuß fassten. Inmitten dieses Abwärtstrends bildete sich bei 81,43 USD pro Barrel ein bemerkenswerter Widerstand, der eine Konsolidierungsphase einleitete, bevor der Abwärtsimpuls wieder an Kraft gewann. Die historische Bedeutung dieses Unterstützungsniveaus, bei dem die Nachfrage nur zehn Tage zuvor das Angebot überflügelt hatte, sowie das überverkaufte Niveau des Relative-Stärke-Index deuten auf die Möglichkeit einer nachhaltigen Trendwende hin. 

Wenn Ölhändler in die Zukunft blicken, könnte sich ihr Optimismus auf den Widerstand bei 81,43 USD pro Barrel konzentrieren, der als entscheidender Punkt für einen potenziellen Aufwärtsschub angesehen wird. Im Gegensatz dazu könnte eine vorsichtige Sichtweise auf die Unterstützung bei 79,05 USD pro Barrel gerichtet sein, die eine Schwelle darstellt, die eine weitere Abwärtsdynamik auslösen könnte.

Zusammenfassung

Die Unterstützungsmarke der Rohölfutures, die bei früheren Erholungen eine zentrale Rolle gespielt hat, könnte als Basis dienen und zu einem Anstieg in Richtung 81,43 USD pro Barrel führen. Ein Unterschreiten dieser Marke bei gleichzeitig hohen Volumina könnte jedoch ein Zeichen für einen Abwärtstrend sein und auf die Möglichkeit eines tieferen Rückgangs hindeuten.

Quellen: Reuters, TradingView